Az

Schriftart wählen

Schriftgröße wählen

Zeilenabstand wählen

Schnellzugriff Verlauf Funktionen
Saisonaldimorphismus
© Thorsten Stegmann
Saisonaldimorphismus
* ** *** **** Diashow
Klicken Sie auf das Bild, um Bedienelemente einzublenden! Dies verschwindet nach 10 Sekunden und wird noch mal angezeigt. !
Nur das Bild zeigen.
X

Bedienungshinweise

Navigationshilfen
... werden sichtbar, wenn Sie mit der Maus in die oberen 300 oder unteren 50 Pixel gehen.
Oben:
Oben finden Sie Vorschaubilder zur Navigation. Oben links und rechts in den Ecken können Sie die Vorschaubilder seitenweise überspringen.
Unten, von links nach rechts.
Start/Stop der Diashow, An den Anfang / Bild zurück / Bild vor / An das Ende.
Optionen zur Vergrößerung und Verkleinerung der Bilder (Skalierung).
Die Einstellung der Pausendauer.
i blendet den Bildtitel ein.
b Bildseite einblenden.
ESC Beenden der Diashow.
Skalierung:
Ja: Das Bild wird so angepaßt, daß es noch auf den Bildschirm paßt - bei Bedarf wird es vergrößert oder verkleinert.
Kleiner: Das Bild wird so angepaßt, daß es noch auf den Bildschirm paßt. Dabei wird es nur verkleinert, nie vergrößert.
2x: Das Bild maximal auf die zweifache Fläche vergrößert, nie aber verkleinert.
Nie: Das Bild wird exakt in den Maßen dargestellt, für die es gedacht ist. Übergroße Bilder werden angeschnitten.
Tastatur:
Leertaste: Start/Stop. Links / Rechts: Zurück und Vor. Pos1 bzw. Home / Rechts: Erstes / Letztes.
Tab: Geht die Skalierungsoptionen durch. Punkt: Blendet den Bildtitel aus. Minus: Verläßt die Diashow.
X
i ? Bildseite Ende Start/Stop <<< < > >>> Skalieren: Ja Kleiner Nur 2x Nie. Pause (5Sek.)
Frame Schließen
Vollbild
©...
https://naturfotografen-forum.de/data/o/21/107546/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/21/107546/image.jpg
--- Artportrait #10 ---

Zwei Tagfalter, die man (vermutlich) NIEMALS in freier Wildbahn zusammen in einem Foto haben kann.

Es ist das weit verbreitete und häufige Landkärtchen (Araschnia levana), das in zwei Generationen fliegt, die recht unterschiedlich gefärbt sind.
Oben ist die Frühjahrsform, die auch f. (= forma) levana heisst, unten die Sommerform f. prorsa.
Es gibt viele Tierarten, bei denen sich Männchen und Weibchen sofort ersichtlich und meist auch deutlich unterscheiden. Das nennt man dann Sexualdimorphismus. Jeder kennt viele Beispiele...
Es gibt aber auch Tierarten, die im Jahresverlauf mehrere Generationen haben, die sich deutlich unterschieden, jenes nennt man dann Saisonaldimorphismus.
Nun ist es wohl für den Experten auch beim Landkärtchen möglich sofort Männchen und Weibchen des Landkärtchens zu unterscheiden (zumindest in der dunklen Sommerform), aber das lasse ich hier mal beiseite, denn ich gehöre nicht dazu... :-)
Als sicher kann jedenfalls gelten, das die Landkärtchen SELBST genau den Unterschied zwischen den Geschlechtern wissen ;-))

Dieser zu der Familie Nymphalidae (= Edelfalter) gehörende, nicht sehr große Tagfalter trägt den deutschen Namen aufgrund der Zeichnung auf der Flügelunterseite (nicht im Bild), die durch auffällige Linien und Musterungen stark an eine Landkarte erinnern, fast so, wie man ehemals glaubte durch Fernrohre auf dem Mars Kanäle und Straßen zu sehen und daraus schloss: Es gibt Marsmenschen :-)

Wie eingangs erwähnt ist der Falter fast überall häufig. Nicht zuletzt liegt es daran, dass die bevorzugte Raupenfraßpflanze nicht UNBEDINGT eine Seltenheit ist ;-) - Die Große Brennnessel (Urtica dioica).
Bevorzugte Habitate sind eher schattige und luftfeuchte Standorte der Großen Brennnessel. Besonders an schattigen Wald- und Wegrändern feuchter bis nasser Wälder tritt das Landkärtchen daher zahlreich auf.

Der Falter fliegt (also) in zwei Generationen. Die Frühjahrsform kann man von April bis Anfang Juni bewundern - Foto oben aus dem Mai - Sie ist meist nicht so individuenstark wie die Sommergeneration.
Die Frühjahrstiere legen Eier an vorzugsweise Großen Brennnesseln, die Raupen entwickeln und verpuppen sich relativ schnell. Die Puppenruhe ist bei dieser Genration kurz, so dass bald die dunkle und individuenreichere Sommerform als Falter daraus schlüpft.
Diese f. prorsa fliegt dann im Juli und August - Foto unten von Ende Juli - , paart sich und legt ebenfalls wieder Eier an Großen Brennnesseln. Die Raupen dieser Generation entwicklen sich langsamer und die verpuppten Individuen überwintern. Hieraus schlüpft dann im Frühjahr des Folgejahres wieder die helle Frühjahrsform (f. levana). Es ist möglich, dass Temperaturverhältnisse einen Einfluss auf die Farbgebung ausüben mögen. Entsprechendes kennt man von anderen Tieren (z.B. Wegschnecken).
Vielleicht ist durch die nicht ganz ungefährliche [lange] Überwinterung der Puppe, bei denen es zu sicherlich deutlich mehr Verlusten kommt, durch die im Vergleich sehr hohe Anzahl an dunklen Sommerindividuen dafür gesorgt, dass genügend Nachkommen überleben und für den Fortbestand der Populationen sorgen können... Es bedarf daher vielleicht einfach mehr der Sommertiere, als der Frühjahrstiere...?!

So... viel Text... sorry... viele hier kennen diesen Falter natürlich aus persönlicher Anschauung sehr gut... dennoch wollte ich ihn mal etwas detailierter vorstellen.

Fotos = Bestimmungsbuch-Bilder... [warum auch nicht...? ;-)]

Ich hoffe es findet Gefallen und grüße,
Thorsten

Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Naturdokument ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 242.8 kB, 750 x 1000 Pixel.
Ansichten: 7 durch Benutzer, 188 durch Gäste, 602 im alten Zähler
Schlagwörter:,
Rubrik
Wirbellose:
←→
Serie
Artportraits:
←→
Hier war ein gelöschtes oder deaktiviertes, oder für Sie unlesbares Objekt.