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Wächter der Kohle
© Simone Baumeister
Wächter der Kohle
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/277/1386286/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/277/1386286/image.jpg
Zwei Junguhus abends auf einer Kohleader in der Steilwand eines Steinbruches.

Ich freue mich wahnsinnig, dass es dieses Bild geschafft hat, BdW zu werden. Die dunklen Bilder haben ja doch den Effekt, leicht übersehen zu werden.
Und weil es mir so viel bedeutet, mag ich jetzt gerne etwas mehr zu dem Bild schreiben. Insbesondere die Blümchendiskussion (Wegstempeln-Abdunkeln-Drin lassen) hat mich nun bewogen, zu erklären, warum ich so viel mit dem Bild und genau diesen drei Blümchen verbinde.
Von den Uhus habe ich ja schon einige Fotos gezeigt. Dieses hier ist sehr besonders für mich. Und bislang habe ich mich mit der Geschichte um die Uhus zurückgehalten.... aus bestimmten Gründen. Aber eigentlich möchte ich darüber auch nicht mehr schweigen, und nutze nun das BdW, um ein paar Gedankenanstöße zu geben (boah, wie pathetisch :-D )

Ich habe diese Uhufamilie über Monate beobachtet, war fast täglich in dem Steinbruch und habe mit ausführlicher Vorbereitung und Planung, um Störungen zu verhindern, von den Balz, über die Brut- und Huderzeit, bis hin zum Flügge werden der Jungtiere alles mitbekommen und erleben dürfen.
Ich kannte die Elterntiere und die beiden Jungtiere mit den ihnen zugehörigen Eigenarten ziemlich gut.

Während dieses Fotoprojektes gab es rein zu Forschungszwecken, ohne konkretes Planungsvorhaben z.B. eines Windenergieparkes in der Nähe (was anfangs als Begründung genannt wurde), eine Besenderungsaktion. Diese fand noch während der Huderzeit statt. Die beiden Elterntiere wurden in einer Nachtaktion in Fallen gelockt, besendert und wieder frei gelassen. Die Sender wurden sowohl rucksackähnlich um die Flügelansätze geschnallt, als auch zusätzlich mit einem selbstlösenden Kleber auf dem Rücken befestigt. Beides sollte sich nach ca 4-6 Monaten selbst auflösen, so dass die Sender abfallen würden.
Die Tiere fühlten sich aber offensichtlich durch die Sender sehr gestört. Das Männchen hatte bereits nach einer Woche keinen Sender mehr (vermutlich abgeknabbert) und wart nie wieder in dem Steinbruch gesehen. Das Weibchen hatte den Sender ca. 4 Wochen später ebenfalls nicht mehr. Sie musste ja die Versorgung nun selbst übernehmen und nachts ausfliegen.
Da die Daten aber "benötigt" wurden, wurde das Weibchen viele Wochen später noch einmal gefangen und wieder besendert. Dieses Mal war ich dabei, da ich darum gebeten hatte und einmal sehen wollte, wie so etwas abläuft. Ich durfte sie wieder freilassen. Sie konnte fliegen und alles schien okay.

Es hatte viel geregnet, viele Wiesen standen unter Wasser und so dachte ich mir, als ich die nächsten Tage den Steinbruch aufsuchte, dass das Weibchen einfach die Jagdzeiten etwas nach vorne und hinten verlängert hat, um noch genügend Beute finden zu können. Ich konnte sie an ihren gewöhnlichen Aussichtswarten nicht mehr sehen. Die Jungtiere konnten inzwischen fliegen und saßen an verschiedensten Stellen des Steinbruches, so dass ich sie ebenfalls zwei Tage nicht mehr gesehen hatte (es ist ein riesiger Steinbruch). Meine Sorge darüber habe ich der Firma, die die Sender ausliest mitgeteilt, und darum gebeten, das bitte einmal zu erledigen, damit man weiß, ob das Weibchen überhaupt noch dort ist.
Einen Tag nach meiner Bitte, die Sender auszulesen, da ich weder Muttertier noch Junguhus gesehen hatte, sah ich die beiden aneinandergekuschelt auf dieser Kohleader und Bettelrufe ausstoßen. Alles schien normal und ich habe eine vorsichtige Entwarnung gegeben, dass ich zwar das Muttertier noch immer nicht gesehen habe, und die Auslese des Senders daher dringend finde. Aber die Jungtiere wieder aufgefunden habe und sie hoch in der Steilwand sitzen und somit alles okay zu sein scheint.
DAS war ein Trugschluss.
Auf diesem Foto waren die Jungtiere bereits drei Tage ohne Nahrung, was ich aber nicht wußte, sondern erst im Nachhinein aufgrund der Senderdaten, die mir freundlicherweise gesagt wurden, zusammenrechnen konnte.
Es wurde am 13.6. aufgenommen. Die Jungtiere habe ich am 21.6. völlig entkräftet auf dem Boden gefunden. Sie saßen aneinander gekuschelt, klatschnass und der schwächere von beiden kippte bereits immer wieder zur Seite. Ich habe ca. eine 3/4 Stunde neben dem schwächeren Junguhu gesessen, da zuvor die Dohlen ihn immer wieder attakiert haben und er sich nicht mehr wehren konnte. Ich als Mensch konnte die Dohlen auf Abstand halten. Bei der Gelegenheit habe ich auch Fotos von ihm gemacht. Eines davon hatte ich hier auch schon mal gezeigt. In.Blumen.gebettet
Er war so erschöpft und kraftlos, dass er neben mir immer wieder einschlief und wohl eher froh war, dass die Dohlen aufgehört hatten, ihn zu umschwirren, als dass ihn meine Anwesenheit gestört hätte.
Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der von mir verständigten Vogelauffangstation haben wir die beiden eingefangen. Es war erschreckend einfach. Der schwächere ist ca 24 Stunden später verstorben. Jede Hilfe kam zu spät. Der zweite hat es geschafft. Leider habe ich keinerlei Information darüber, was mit ihm passiert ist.
Und zwar aus folgendem Grund:
Ich war extrem wütend über die Vorfälle. Traurig, wütend und entsetzt. Ich habe NIEMALS gesagt, dass die Sender die Ursache der Unglücksreihe waren. Das kann ich auch nicht behaupten, da ich es nicht weiß und nicht beweisen kann. Was ich aber gesagt habe, und bis heute sage: "Der zeitliche Zusammenhang zwischen Besenderung und Verschwinden des Männchens, sowie Nachbesenderung des Weibchens und ihrem Strommtod am Strommasten einen Tag später, ist extrem auffällig und kaum zu ignorieren."
Der Strommast wurde Jahrzehnte bereits als Aussichtspunkt genutzt und es war nie etwas passiert. Einen Tag nach der Besenderung erlischt von einer Sekunde auf die andere genau dort das Sendesignal und das Weibchen ist nie wieder gesehen worden."
Ich habe alle an den Vorgängen beteiligten Firmen, Naturschutzmitarbeiter und besendernde Stationen informiert, um zeitnahe Auslese der Daten gebeten, damit man zumindest direkt nach Anbringen eines Fremdkörpers auf einem Wildtier nachvollziehen kann, ob wirklich alles gut weiterläuft usw. Ich habe danach die Sendedaten erfragt (die von der Nachbesenderung bis zum Einfangen der Jungtiere 11 Tage später NICHT ausgelesen worden waren), und habe immer wieder deutlich gemacht, dass ich es tragisch finde, eine Uhufamilie in dieser sensiblen Brut- und Aufzuchtzeit überhaupt mit so etwas zu stören. Habe Gründe erfragt, warum es dort sein musste, warum es zu dem Zeitpunkt sein musste usw.

Ende vom Lied war:
Muttertier tot, Vatertier unauffindbar und bis heute nicht nachvollziehbar, was damit geschehen ist, ein Jungtier tot und ein Jungtier nach Monaten in einer Wildvogelauffangstation überlebend und hoffentlich ausgewildert.

Infos habe ich über den Verbleib des überlebenden Uhus nicht erhalten, da mir meine vehemente Nachfrage, warum es zu dem Zeitpunkt und dort passieren mußte als Stalking und Üble Nachrede vorgeworfen. Meine wiederholte Aussage, dass ich den zeitlichen Zusammenhang zwischen Besenderung, Nachbesenderung und zwei verschwundenen Elterntieren und zwei fast verhungerten Junguhus, auffällig finde, wurde mir als üble Nachrede vorgeworfen und ebenfalls gedroht, zur Anzeige zu bringen.

Ich mag die Blumen im Bild. Sie spenden mir Hoffnung, dass es wenigstens dem einzig überlebenden Uhu der Familie inzwischen gut geht und er ein tolles Revier gefunden hat. Und sie sind gleichzeitig so etwas wie Grabblumen in dem dunklen Steinbruch. Ein Vorbote, was bereits auf diesem Bild nach 3 Tagen des Hungerns seinen Lauf nahm, ohne dass ich es ahnen konnte. Aber mit einem komischen Bauchgefühl, was ich gemeldet hatte, ohne dafür aber konkrete Hinweise nennen zu können. Wäre zu dem Zeitpunkt bereits der Sender des Muttertieres ausgelesen worden, wäre es anders ausgegangen.....

Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2016-06-13
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 532.9 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
Canon EOS 5D Mark III, 840mm
1/160 Sek., f/5.6, ISO 2000
Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich
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