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Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus)
© Thorsten Stegmann
Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus)
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Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) gehört mit zu den größten heimischen Spinnenarten
(nur der Körper, also ohne Beine, bis zu 2 cm) und wie die kürzlich hier vorgestellte Listspinne
(Pisaura mirabilis) zur Familie der Raubspinnen (Pisauridae).

Sie ist in Mitteleuropa zwar weit verbreitet, vielerorts aber selten geworden und daher als 'gefährdet'
eingestuft. Ihr Lebensraum sind die Ufer stehender und langsam fließender Gewässer, besonders in kleinen
Moortümpeln. Dort lauert sie am Ufer, hält die Vorderbeine als 'Sensoren' für Schwingungen auf der
Wasseroberfläche. Erahnt sie eine Beute schießt sie pfeilschnell über die Wasseroberfläche auf das
Opfer zu. Wie man sieht kann sie trotz der Größe auf der Wasseroberfläche laufen und reizt dabei die
Oberflächenspannung des Wassers bis zum Letzten aus. Sie taucht aber bei Gefahr oder auf der Nahrungssuche
auch ins Wasser ab und kann bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben. Es wird in erster Linie Insektennahrung
erbeutet. Die großen Weibchen können aber auch Kaulquappen, kleine Frösche und Fische bis Stichlingsgröße
erbeuten.

Zu sehen sind sie v.a. im Mai und Juni, die Weibchen, die ihre Eier in einem Kokon auf der Unterseite
herumtragen auch noch bis August.

Dieses ist vermutlich ein noch nicht ausgewachsenes Weibchen, mit einer Beute, die ich leider nicht zuordnen
konnte, gestern aus dem Dosenmoor bei Neumünster, SH, aufgenommen mit Nikon Coolpix 990, Makro-Modus,
Belichtungsautomatik, f9, 1/300 stel. Die Kamera soweit herunterghalten, dass meine Hand am Auslöser bereits
im Wasser war!

Wer also in den nächsten Wochen mal ein (Hoch-)Moor in seiner Nähe besucht, dem empfehle ich einen gezielten
Blick an pflanzenbestandenen Gräben, Torfstichen, Mooraugen u.dgl. Wenn man Glück hat und gezielt sucht
findet man diese aussergewöhnliche Spinne! Nur: Bitte nicht anfassen. Ihr Biss ist zwar nicht wirklich gefährlich,
aber wer fasst schon freiwillig eine Wespe an.

Gruß, Thorsten

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