Az

Schriftart wählen

Schriftgröße wählen

Zeilenabstand wählen

Schnellzugriff Verlauf Funktionen
Alpen Mosaikjungfer
© Andreas Wronna
Alpen Mosaikjungfer
* ** *** **** Vollbild
©...
https://naturfotografen-forum.de/data/o/351/1758650/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/351/1758650/image.jpg
Alle 2-3 Jahre unternehme ich eine (für mich) anstrengende Wanderung zu den Alpen Mosaikjungfern. Der Schweiss fließt in Strömen, und am nächsten Tag ist der Muskelkater sicher. Erstmalig war ich 2015 da oben, dann 2018 und gestern. Aus dem über die Jahre Gelernten und einer Portion Glück konnte ich in diesem Jahr endlich ein paar gute Aufnahmen gewinnen. Es fing schon bei der Planung an, denn das Wetter versprach sonnig zu werden, aber es sollten auch gelegentlich Wolken erscheinen. Und so kam es zum Glück auch. Dieser Mix schien mir wichtig. Es fliegen da oben Alpen Mosaikjungfern und Torf Mosaikjungfern im etwa gleichem Verhältnis. Im Flug nicht leicht zu unterscheiden. Aber wenn sie sich setzen, haben sie ganz klar unterschiedliche Vorlieben. Die Torf Mosaik setzt sich in die Vegetation. Die Alpen Mosaikjungfer setzt sich auf den Boden, auf Torfmoos, oder vorzugsweise auf helles Holz oder Steine. Nun zurück zu den Wolken. Beide Mosaikjungfern sind sehr ausdauernde Flieger im Sonnenschein. Wenn sich jedoch ein Wölkchen vor die Sonne schiebt und die Temperatur da oben plötzlich fällt, dann ist die Chance des Hinsetzens gekommen. So war es dann auch. Ich habe zum Himmel geschaut, wann das nächste Wölkchen kommt, mir dann einen gute Position zu den bevorzugten Hölzern gesucht, und mich dann "klick, klick, klick" vorsichtig genähert. Klingt einfach. In der Tat habe ich drei Stunden gestanden, gewartet, beobachtet und auf die wenigen Wölkchen gehofft. Eine gute Aufnahme und drei passable Aufnahmen waren das Ergebnis. Ich war damit aber sehr zufrieden.

Die Libelle, die ihr hier seht, habe ich absichtlich aus aus der Mitte gerückt, auch weil ich sie in ihrem natürlichen Umfeld zeigen wollte.

Ein paar (wie ich finde) interessante Informationen zur Farbe dieser Libelle:

Der wissenschaftliche "Nachname" caerulea leitet sich vom lat. caeruleus = himmelblau ab, was ich sehr passend finde. Bei kühlem Wetter (unter 16°C) haben die Hinterleibsflecken und die Augen der reifen Männchen eine braungrau-violette Farbe. Erst unter Sonneneinstrahlung und bei steigender Temperatur verfärben sie sich in ein leuchtendes Blau. Der Farbwechsel ist also reversibel und passt diese Art damit perfekt an die rasch wechselnden Wärmededingungen ihres Lebensraum an. Das Chameleon unter den Mosaikjungfern...

(Aus dem Taschenlexikon der Libellen Europas - Hansruedi Wildermuth und Andreas Martens)

Viele Grüße: Andreas
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2020-08-20
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 1.5 mB, 1333 x 1000 Pixel.
Technik:
Olympus OM-D E-M1 MarkII / 40-150mm 2,8 pro + MC-14
1/320s / Blende 5,0 / ISO 100
Aus der Hand (stehend)
Ansichten: 67 durch Benutzer, 110 durch Gäste
Schlagwörter:,
Rubrik
Wirbellose:
←→