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Schnuffi - der kleine Igel, ein Hochwasserflüchtling...
© achim kostrzewa
Schnuffi - der kleine Igel, ein Hochwasserflüchtling...
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...guckt wieder ganz entspannt in die Linse.
Auch viele Wildtieren haben unter dem dramatischen Hochwasser gelitten. Renate machte Freitag Abend einen Spaziergang rund ums Dorf, um nach Hochwasserresten auf den Feldern und Weiden zu schauen. Um 20:30 kam sie freudestrahlend zu früh zurück und rief schon von weitem: „Achim, schau mal!“ Ihre Hand umfaßte einen sehr kleinen Igel, der ohne Familie auf einem asphaltierten Feldweg umher irrte.
Wir packten ihn mit Zeitungspapier und einem Wasserschälchen in eine gelbe Postkiste, die noch hier stand. Auf die Schnelle war nix anderes da. Er schlabberte gierig das Wasser auf und rannte in seiner kleinen Kiste hin und her, überall schnüffelnd und wenig scheu. Wir hatten seit vielen Jahren keinen Igel mehr in Pflege und so auch kein Katzen- oder Hundefutter in kleinen Dosen. Also haben wir den Nachbarn um 21:00 angepumpt, der Katzen wie auch Hunde hält.
Schnuffi stürzte sich auch auf dieses Schälchen und verputze innerhalb einer Stunde dreizehn der viereckigen Futterwürfel in klarer Sauce (etwa 10g). Als Schlafhaus habe ich ihm ein großes leeres Gurkenglas mit Küchenpapier lose gefüllt hingestellt. Heute Morgen fanden wir ihn dort drin friedlich schlafend vor. Er pennte trotz Frühstücksgeklapper und WDR 5 in unserem Wintergarten einfach weiter. Hatte nach Igelmanier, die sind ziemlich unmanierlich was die Hygiene betrifft, einige schwarze Würstchen produziert, prima. Also scheint er gesund, bloß deutlich untergewichtig. Solange die Jungen noch der Mutter folgen, um zu lernen sich selbst zu versorgen, wiegen sie bis 200g. Wenn die Familie auseinanderbricht, so etwa vier Wochen nach der Geburt, sollten die Kleinen 250g haben. Schnuffi brachte heute Morgen, ungefrühstückt nur 125g auf meine Digitalwaage. Vielleicht läuft er ja seit dem Hochwasser von Mittwochabend (14.7.) hungrig umher. Nun, das hat jetzt ein Ende. Wir werden ihn aufpäppeln bis 400g und dann unseren Garten als Heimat anbieten: es gibt einen Holzstoß mit Laub und alten Ästen, Hecken, Gebüsch, eine große Blumenwiese, einen Teich, viele Schnecken und Regenwürmer. Das sollte an sich ein Igelparadies sein. Wir finden auch immer wieder Igelkot dort.
Unser kleiner Igel hat noch keine Zecken, wohl aber einige Igelflöhe, die aber nicht auf den Menschen übergehen. Wir vermuten deshalb, das er auch einige Zeit im Wasser schwimmen mußte, das mögen die Flöhe nicht.
Nach vier Tagen Pflege ist er nachts sehr agil und versuchte schon aus seinem Quartier auszubrechen. Er frißt sehr gut und wiegt nun schon 165g, nachdem das Gewicht die ersten beiden Tage eher stagnierte. Er wirkte auch sehr erschöpft und verschlief die meiste Zeit. Jetzt reagiert er auf angefaßt werden wieder mit dem typischen Einrollen, prima.
Technik:
Fuji XE-2, XF 2/50, f/8, 800 ASA, Aufhellblitz, Ausschnitt
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Größe 507.3 kB 1000 x 837 Pixel.
Platzierungen:
Beste Tophit-Platzierung: 46 Zeigen
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Rubrik
Säugetiere:
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