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Aralsee
© Werner Buschfeld
Aralsee
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Die Aralsee-Katastrophe dürfte jedem aus den Medien bekannt sein, und die Bilder der in der Wüste verrottenden Fischereiflotte von Mujnak, die einst eine blühende Fischerstadt am ehemaligen Seeufer darstellte, gingen um die Welt. Ursprünglich 68.000 qkm groß und der viertgrößte Binnensee der Erde, ging die Wasserfläche seit der Stalin-Ära kontinuierlich zurück, da ein Großteil der Zuflussmenge, die die im Tienschan und Pamir entspringenden Flüsse Syr-Darja und Amu-Darja bereitstellten, für gigantische Baumwoll-Bewässerungsprojekte in Usbekistan abgezweigt wurden. 2003 betrug die Wasseroberfläche nur noch ca. 18.000 qkm, unter
http://de.wikipedia.org/w/inde [verkürzt] p;filetimestamp=20081008094846
sieht man die Situation am 05.10.2008. Als ich diese Satellitenaufnahme gerade sah, wurde mir richtiggehend schlecht. Ich war 1998 während meines Geographie-Studiums mit einer Exkursionsgruppe dort, und Mujnak lag zu dem Zeitpunkt ca. 100 km von der damals aktuellen Küste entfernt. Wir sahen eine der größten menschlich verursachten Öko-Katastrophen der Erde, und die Situation erscheint mittlerweile hoffnungslos. Es gilt als sicher, dass der Aralsee bis auf einen kleinen unbedeutenden Rest in einigen Jahren völlig verschwinden wird. Der abflusslose See war jahrzehntelang Sammelbecken für sämtliche in den Baumwollflächen rücksichtslos ausgebrachten Schädlingsbekämpfungs- und Entlaubungsmittel (u.a. Agent Orange), die hochkonzentriert nun im Wüstensand kristallisiert vorhanden sind und bei Sandstürmen großflächig ausgeweht werden. Die früher auf das Regionalklima mäßigend wirkende Wasserfläche ist heute eine neue Wüste und trägt den Namen "Aralkum". Die Säuglingssterblichkeitsrate in der Region erreicht horrende Werte, und Missbildungen sind extrem häufig. Giftiger Aralstaub lässt sich weltweit nachweisen.

Die Aufnahme wurde eine Stunde belichtet, das Schiff kurz vor Schließen des Verschlusses mit einem von rechts in das Bild gehaltenen Blitz gesondert angeblitzt.

Meine längste Langzeitbelichtung im Zeltlager, das sich im Schatten der Ruine einer einst als Ausflugsziel dienenden Hotel-Anlage befand, betrug drei Stunden, und der Himmel war auf dem Foto immer noch fast schwarz. Der Eindruck des Sternhimmels dementsprechend unbeschreiblich. Die Milchstraße war eine auffällige Nebelbank, und das bloße Auge sah Objekte, die ich hier in Düsseldorf mühsam mit dem Feldstecher suchen muss.
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Beeinflußte Natur ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 244.2 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
Minolta X-700
MD 1:1,7 / 50 mm
Belichtungszeit: 60 min
Metz Blitz LZ 45
Scan vom Dia
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