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Schiefer Pilz
© Kurt Möbus
Schiefer Pilz
* ** *** **** Vollbild
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/58/293654/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/58/293654/image.jpg
Eingestellt:
KM ©
Dieses Bild stelle ich in Bezug auf die die Diskussion zu meinem Bild *Fliegenpilz. die sanfte Variante* ein. Dort wurde behauptet, Pilze könnten nicht schief wachsen, bzw. wenn, dann hätten sie einen "Gendefekt". Außerdem würden die in dem Foto ebenfalls schief wachseneden Gräser "beweisen", dass die Schrägstellung des Pilzes in Wirklichkeit nur durch Schräghalten der Kamera entstanden sei.

Bei meiner gestrigen kleinen Tour habe ich mal bewusst darauf geachtet und zahlreiche schief stehende Pilze gefunden. Wobei man wohl wirklich einen Unterschied zwischen "schief gewachsen" und "schief stehend" machen muss, denn natürlich sind alle Hutpilze bemüht, möglichst senkrecht aus dem Boden zu wachsen. Umwelteinflüsse wie etwa aufliegende Äste, dagegen stoßende Tiere, Schneckenfraß und vieles andere können den Pilz aber kippen lassen, besonders dann, wenn - wie hier - er an einem Hang wächst und nur eine dünne, weiche und nasse Moosdecke Halt gibt. In der Wachstumsphase wird so ein gekippter Pilz dann versuchen, den Hut wenigstens einigermaßen wieder in die Waagerechte zu bringen (was nicht immer gelingt). Man sieht das auch hier im Bild, der noch weitgehend geschlossene Hut hat sich bereits wieder deutlich aufwärts gebogen. Je älter aber der Pilz ist, umso weniger ist dieser Effekt noch ausgeprägt, ist auch oft physikalisch gar nicht mehr möglich, weil das Fruchtfleisch immer weicher und der Hut - besonders bei nassem Wetter - immer schwerer wird. Für reife Pilze ist es ohnehin egal, denn die müssen ihre Sporen nicht mehr schützen. Man erkennt aber auch auf meinem verlinkten Foto, dass der Pilzhut leicht nach rechts gegen die Wuchsrichtung des Fußes gekippt ist, sich also auch schon ein wenig wieder aufgerichtet hat.

Dieses Bild zeigt außerdem, dass Gräser keineswegs immer senkrecht nach oben wachsen. Hier kommen sie - genau wie in meinem verlinkten Bild - schräg aus der Moosschicht heraus, also ziemlich genau rechtwinklig zur Hangrichtung.

Es braucht also weder einen ominösen "Gendefekt" noch irgedeiner Gräser schief wachsen lassenden Zaubersubstanz, um das Bild vom schief stehenden Fliegenpilz zu erklären.

Technik:
EOS 400D mit Sigma 2,8/150mm bzw. EF 20-35mm, Kamera auf Stativ waagerecht ausgerichtet.
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 388.2 kB 547 x 729 Pixel.
Ansichten: 209 durch Gäste639 im alten Zähler
Schlagwörter:
Rubrik
Pflanzen und Pilze:
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