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Die Raupe von Götz, Reload
© Christoph Keller
Die Raupe von Götz, Reload
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CK ©
Hallo miteinander, hier ein neuer Versuch, aus dem schönen Raupenbild von Götz

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das beste herauszuholen.

Mit diesem Bild war ich komplett überfordert, vorallem was die Farben angeht... Aufgrund meiner Farbsehschwäche... (ich mag das Wort farbenblind nicht, denn ich sehe in schönen und kräftigen Farben und habe ein feines Farbempfinden, und ohne den Vergleich mit gesunden Augen wüsste ich wohl nichts von diesem Defekt...) haben diese Grün- und Brauntöne meine Farbnavigation völlig ins Schleudern gebracht...

Und dann was das HG-Rauschen angeht: der von mir hochgeschätzte PS-Filter 'Rauschen reduzieren' (siehe Leitfaden Kapitel 8) war hier ziemlich machtlos, und ich musste die 'ultimative' Waffe einsetzen: Noise Ninja mit auf 0 gedrehten Kontrast (!) (bitte nicht nachmachen...Bild: Lächelndes/zwinkerndes Gesicht) Jeder weitere Entrauschversuch hat die Artefakte lediglich verändert, zunehmend in Richtung Banding sogar wieder verstärkt, desgleichen haben auch Tonwertkorrekturen und am Schluss die Jpeg-Kompression fürs Web das Rauschen wieder hervorgelockt. Fazit: eine perfekte Lösung gab es nicht. Wer glaubt, es besser hinzukriegen, bitte gerne melden und versuchen!

Nun aber der Reihe nach:

Das Original ist in Jpeg fotografiert und hat ein eingebettetes Adobe RGB Profil. Beides hat wohl mit zu den Problemen beigetragen. Die von mir unter der Version von Götz als 'Wasserränder' bezeichneten Strukturen sind tatsächlich latent auch im Original vorhanden, worauf ich mir gar keinen Reim machen kann. Ich bin ihnen mit Stempel und teilweise sogar Wischfinger (den ich sonst nie einsetze) zu Leibe gerückt. Ausserdem war rechts unten ein Schatten und ein hässlicher Sensorfleck zu stempeln, anschliessen kam dann die oben beschriebene Entrauschung.

Nun gings zu den Farben: mir gefiel das Dunkelbraun des HG's recht gut, das Motiv wirkte aber sehr gelb-grün, wie bei der schummrigen Beleuchtung durch eine gelbe Glühbirne. Das Histogramm mit dem fast leeren Blaukanal bestätigte diesen Eindruck. So hab ich mal probiert, die Auto-Tonwertkorrektur selektiv auf das Motiv anzuwenden, und die Wirkung war für meine Augen erfrischend, für gesunde Augen aber eine Katastrophe, so kam es zu dem verunglückten ersten Upload, den Götz dann auf meine Bitte hin wieder gelöscht hat...

Im weiteren hab ich mich dann mit zwei gesunden Augenpaaren und deren Besitzern per Email kurzgeschlossen: neben Götz auch mit Pascale, der ich hier herzlich für ihre immer prompte und engagierte Hilfe danken möchte!

Tja, was war zu tun nach dem Debakel? Ganz klar: back to the Roots, auf die Originalfarben zurückgreifen. Ich schickte den beiden also eine Reihe von Versionen mit nur leicht angezogenen Höhen, einmal ohne Eingriff in die Farben, einmal mit Blauverstärkung in den Höhen...: das Grün schrie! Schliesslich die unveränderten Originalfarben: das Grün schrie!

Nun war guter Rat teuer, doch nach erneutem Studium der Exifs dachte ich, den Dreh gefunden zu haben, denn dort war zu lesen: manueller Weissabgleich, und 6670k, also seehr warm... Da man in PS bei einem Jpeg den Weissabgleich nicht korrigieren kann, lud ich das Bild in Lightroom, wo dies möglich ist, drehte den WB ein ganzes Stück kühler und hatte das Gefühl, nun die Lösung gefunden zu haben... und was sagten meine 'Kontrolleure'? Originalton Pascale: 'Keinen Deut besser'...!!!

Ratlosigkeit...

Inzwischen hatte aber Götz neue Aufnahmen der Raupe gemacht mit 5000k und schickte mir nun ein Bild als Farbreferenz, und ich fand dann doch noch einen gangbaren Weg: mit der Option 'Gleiche Farbe' und dem Befehl 'Ausgleichen' habe ich das ganze Bild auf einer Ebene 'entfärbt', und dann per Ebenendeckkraft und Radiergummi die Farben dosiert: für das Gelb der Raupe musste z.B. mehr Farbe stehenbleiben, sonst wäre es grün geworden, und durch das Referenzbild von Götz wusste ich, dass es Gold sein muss. Anschliessend hab ich selektiv im Motiv die Höhen etwas angezogen, und die Streifen der Raupe mit dem Schwamm im Entsättigungsmodus und 100% Stärke gestreichelt. Dann kam das Blatt: selektiv im Grünkanal den Tiefenschieber kräftig nach rechts... für Pascale hat es dann gepasst, aber Götz hat dann noch eine letzte Grünkorrektur für das Blatt vorgenommen, da er ja mit dem Original-Liguster vergleichen konnte. Seine Grünkorrektur hab ich dann wieder per 'Gleiche Farbe' und Auswahl auf meine Bearbeitung übertragen...

Ach ja, die Schärfung: das Original war gänzlich unschärfbar - Jpeg eben - dort hab ich nur die schwarzen Mundwerkzeuge etwas angezogen. Die Webgrösse dann wie gehabt in zwei Durchgängen mit dem Selektiven Scharfzeichner 70/0.1 plus Schärfepinsel...

Liest noch jemand mit?

Das wars dann aber auch (ohne Gewähr, dass ich was vergessen habe). Vielleicht war doch für den einen oder die andere etwas Interessantes zu lernen, und wenn nicht, so hatte das ganze sicherlich auch Unterhaltungswert...Bild: Lächelndes/zwinkerndes Gesicht

Und manche werden den Kopf schütteln und sagen: der ist ja verrückt (einschliesslich meiner lieben Frau Nong...Bild: Lächelndes/zwinkerndes Gesicht: ein solcher Aufwand für ein Bild...!!!
Und was sage ich dann? Recht haben sie!!!

Gruss, Toph

Natur: Gefangenes/Zahmes Tier ?
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