der Geist des Regenwaldes
© Jan Piecha
der Geist des Regenwaldes
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auf meiner Australienreise kam ich ganz im Norden ist das kleine Örtchen Mission Beach. Es ist ein Dörfchen mit traumhaften Strand umgeben von Regenwald.
Zuvor habe ich in Cairns, einer Stadt weiter nördlich schon einen Orni gefragt ob er weiß wo man einen Cassowary finden kann. Er nannte mir einen Ort weiter südlich nahe Mission Beach, der allerdings nicht auf meiner Route lag.

In Mission Beach angekommen sah ich schon überall Straßenschilder "speeding has killed Cassowarys" und einige andere mit Bildern usw. Jedenfalls war dieser Vogel dort in der nördlichen Regenwaldgegend überall in aller Munde, sie haben Statuen und er ist so eine Art Geist des Waldes. Jeder kennt ihn, die Einheimischen sagen fast immer sie haben schon einmal einen gesehen, aber jeder Backpacker den ich gefragt habe, auch die die schon mehrere Wochen dort gearbeitet haben meinten "nee keine Spur".

Ich wollte trotzdem einen finden und irgendwie konnte mir keiner so wirklich weiterhelfen wo die Chancen gut wären. Es gibt üble Gerüchte über diese Vögel, dass sie einen töten können und der gefährlichste Vogel der Welt sind und wenn man einen sieht soll man still stehenbleiben und sich keinesfalls bewegen. Wenn man losrennt rennt er einem hinterher und macht dich kalt. Diese Märchen werden dort auch von Tourist zu Tourist weitergegeben und deshalb sind diese Vögel sehr gefürchtet.

In meinem Hostel (Jugendherberge) habe ich mir eine kleine Karte besorgt, auf der einige walking tracks eingezeichnet waren. Diese bin ich dann nach und nach früh morgens abgelaufen. Dabei habe ich etliche Spinnen, Libellen, Eisvögel, Bandicoots (hüpfende Nagerart) und einiges mehr beobachten können und mal an einem tropischen menschenleeren Strand raus und mal war ich auf einem Berg im Regenwald mit einer gigantischen Aussicht aufs Meer und den Regenwald. Einmal bin ich sogar in ein Spinnennetz gelaufen mit einer handgroßen Spinne drin. Die Regenwaldabenteuer wurden nie langweilig.

Nachdem ich die Regenwaldmärsche in der näheren Umgebung gemacht habe und noch nicht das Objekt der Begierde gefunden hatte machte ich mich an einen walking track etwas weiter außerhalb von Mission Beach. Meine Freundin war dieses mal auch mit dabei und weil wir beide unter 21 sind und kein Auto mieten können in Australien sind wir also zu unserem Regenwaldmarsch getrampt. Die Australier sind sehr nett und nehmen einen gerne mit. Also haben wir uns auf einen Regenwaldmarsch gestürzt, der mitten in der Wildnis war.

Während der Wanderung begann es noch zu regnen und das Fotolicht schwand und schwand. Unter dem dichten Blätterdach war es absolut dunkel. Nach einiger Zeit hörten wir Stimmen und trafen dann an einem Aussichtspunkt eine nette Familie Einheimischer, die viel in der Natur unterwegs sind und schon oft einen Cassowary gesehen haben. Diese erzählten uns, dass sie zur Zeit ihre Jungen aufziehen und sich nicht in den bergigen Gebieten aufhalten. Sie haben schon lange keinen mehr gesehen. Das war natürlich nicht das was ich hören wollte, aber jetzt mussten wir ja sowieso weitergehen. DIe Familie war schnell weiter vorne, weil wir noch Fotos machten und als wir dann im etwas offeneren Regenwald waren kamen wir um eine Ecke und da sah ich ihn,
den Helmkasuar oder wie die Australier ihn nennen - den Cassowary


Es war eine magische Begegnung diesem riesigen Straußenvogel in der Wildnis so nahe zu sein. Als er sich aufrichtete war er genauso groß wie ich. Meine Freundin legte gleich den Rückwärtsgang ein und ging soweit zurück, dass sie mich noch sehen konnte, aber nicht so nah an diesem gruseligen Urvogel war. Bei mir war der Verstand total abgeschaltet und ich bin ihm direkt hinterher. Er zog einen Wall runter und es war absolut dunkel.Der Nieselregen hatte zwar aufgehört, aber dennoch war der blaue Himmel unter gefühlten 20km dicken Wolkenschicht verborgen.

Also auf in den Dschungel und diesem Vogel hinterher. Ich war dauerhaft am Fotos machen, aber es war freihand einfach zum schreien. Einige Male stand er an etwas lichteren Stellen und ich kam doch noch zu ein paar Aufnahmen von meinem Helmkasuar. Die Freude war riesig und ich werde die Begegnung mit diesem Tier niemals vergessen. Es sind wirklich einzigartige Geschöpfe, die leider von Hunden und Autos immer wieder dezimiert werden, was der Population stark schadet. Wenn der Kasuar stirbt haben es auch viele Regenwaldpflanzen schwer, da er die Früchte frisst und die Kerne dann beim ausscheiden weitergetragen werden. die Gerüchte über die gefährlichen agressiven Vögel stimmen allerdings auch nicht. Ihren "Helm" haben sie um besser durch dichte Vegetationen im Regenwald zu kommen und gefährlich sind sie trotzdem in der Tat. sie haben eine messerscharfe Klaue an den Füßen, die angeblich glatt durchgehen soll und einen somit ernsthaft verletzen kann. Diesem Vogel bin ich aber mit meinem 18-135mm Objektiv ( für mein 400er war es im Regenwald zu wie soll ich sagen... eng und man war so sperrich bei der Sache) relativ nah auf die Pelle gerückt und war teilweise nur wenige Meter entfernt. Als er im Dickicht war konnte ich Aufnahmen von Hals und Kopf machen und diesen Vogel aus nächster Nähe beobachten.

Wenn ich jemandem beschreiben müsste wie dieses Erlebnis für mich war würden mir die Worte fehlen, weil es eines der beeindruckensten Erlebnisse meines 19 jährigen Lebens war. Dieses Foto ist eines der wenigen die für meinen Geschmack brauchbar sind, auch wenn es im dichten Regenwald mit freistellen und so nicht möglich war - schwarzer Vogel in schwarzem Wald.

Hoffe ich habe euch mit meinem langen Text nicht zu sehr gelangweilt. zurück ins Dorf hat uns ein Mann mitgenommen ohne T-shirt mit einem Bart, den er seit 1984 nicht mehr rasiert hatte. "This beard is older than you" hat er zu mir gesagt. Nach dem Abenteuer im Regenwald und den Erlebnissen beim Trampen war meine Freundin abends überglücklich wieder im Ort angekommnen zu sein, lebend. :-D
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Naturdokument ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 383.9 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
EOS 7D + canon 18-135mm EF-S IS

BW: 47mm (weiter weg ging nicht wegen der Vegetation)
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BZ: 1/40
ISO: 1250
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