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Gnugeburt
© Winfried Wisniewski
Gnugeburt
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Gnugeburt
Neben der Durchquerung des Mara-Flusses liefern uns die Gnus der Serengeti ein zweites großes Naturspektakel - die Massengeburt von einer Viertelmillion Kälber jedes Jahr im Januar/Februar. Diese Massengeburten zu dokumentieren, war mein bisher letztes großes Projekte. Eine Geburt zu fotografieren, stellte sich als äußerst schwierig heraus. Die Herden sind in ständiger Bewegung, selbst die Mütter, bei denen die Wehen längst eingesetzt haben, wandern mit. Als ich heranfahren und fotografieren will, erlebe ich eine unliebsame Überraschung. Nähert man sich mit dem Auto auch nur auf weite Distanz, entfernen sich alle Weibchen sofort. Selbst wenn der Geburtsvorgang schon eingeleitet ist und die Füße des Fötusses zu sehen sind, wandern die Tiere noch kilometerweit – ein bewährter Schutz gegen Feinde. es galt also, A bstand zu halten. Nur aus ganz weiter Entfernung und weil ich aus dem stehenden Auto beobachte, werde ich mehrfach Zeuge einer Geburt. In unterschiedlichen Jahren machte ich völlig unterschiedliche Erfahrungen: 2009 gebaren alle weibchen im Liegen, 2010 gebaren die meisten im Stehen.

Nun darf man keinesfalls den Fehler machen und sofort hinfahren, wenn das Junge den Geburtskanal verlassen hat. Denn erst müssen Mutter und Kind „Nasenkontakt“ aufnahmen. Wenn sie dabei gestört werden, entsteht keine Bindung zwischen ihnen, und die Mutter akzeptiert das Baby nicht. Bereits zwei Minuten nach der Geburt versucht das Junge aufzustehen. Es sieht grotesk aus, wie die streichholzdünnen Beine zunächst den Dienst versagen und das Junge wieder und wieder hinfällt. Es wirkt so zebrechlich, es ist pitschnass und schmutzig von der Erde, auf die es gefallen ist. Doch nun dauert es vielleicht noch einmal zwei Minuten, dann steht es auf den Füßen – und folgt unmittelbar danach der Mutter. Nur diese zwei Minuten kann man nutzen, um ein neugeborenes Gnukalb zu fotografieren. Danach entfernen sich Mutter und Kind in den Schutz der Herde. Schon nach weiteren fünf Minuten kann das Junge neben der Mutter laufen, und nach vielleicht einer Stunde ist es in der Lage, in einer flüchtenden Herde mitzuhalten.

Man muss sich also sehr umsichtig verhalten und lange warten, um keinen Schaden anzurichten.

Auch fotografisch war die "Gnugeburt" eine Herausforderung. Entweder kalbten die Tiere vor Sonnenaufgang bei ganz wenig Licht oder bei schon steilem Vormittagslicht wie auf dem ausgewählten Foto. Ich führe es auf die "Gutmütigkeit" des Kamerasensors der D3S zurück, dass das Ergebnis der Aufnahme noch sehr brauchbar ist.

Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 452.3 kB, 1500 x 1000 Pixel.
Technik:
NIKON D3S, 850mm (entsprechend 850mm Kleinbild)
1/800 Sek., Bl. 8.0, ISO 320
Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich
Ansichten: 15 durch Benutzer, 595 durch Gäste, 977 im alten Zähler
Schlagwörter:, , , , , , , , ,
Rubrik
Säugetiere:
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