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Hallo:

Da mich immer wieder Interessierte fragen und anschreiben, welche Erfahrungen ich gemacht habe, hier mal ein allgemeiner Bericht, da ich denke das dieses Thema viele interessieren dürfte.

Digital habe ich mit dem Nikon- System fotografiert (D200 und D7000).
Später habe ich mir zusätzlich noch eine Olympus E30 für Makroaufnahmen gegönnt, wegen des Bildstabilisators und des klapp- und drehbaren Displays, beides große Hilfen bei Makroaufnahmen.

Meine Erfahrungen beruhen zwar in erster Linie auf MFT- Kameras von Olympus, sind aber auch auf andere spiegellose Systeme übertragbar. Nur die MFT- Kameras haben einen fast halb so großen Sensor wie APS.C- Kameras, dadurch werden die Kameras und vor allem die Objektive noch einmal kleiner als die Objektive von Spiegellosen Systemkameras im APS-C Format.
Ich fotografiere im RAW- Format und entwickle meine Fotos mit Lightroom 4.

Ich habe mir vor ca. 1 1/2 Jahren eine kleine PEN gegönnt, einfach für die Jackentasche, die ich immer dabei haben kann, wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin, oder mit Freunden, ohne gleich einen Rucksack schleppen zu müssen. Bis dato hatte ich dafür kleine Sucherkameras mit winzigem Chip und ebensolcher Bildqualität.
Die Bildqualität dieser Kamera (PEN) hat mich positiv überrascht, und stand meinen Nikons bei niedrigen Empfindlichkeiten bis zu ISO 400 in nichts nach.
Entsprach absolut der Qualität meiner FT- Kamera Olympus E30, hat ja auch den gleichen Bildaufnahmesensor.

Vor etwas über einem Jahr hatte ich einen Autounfall und seit dem habe ich Nacken/Rückenprobleme, so das mir die ganze Schlepperei immer schwerer viel.

Im Herbst letzten Jahres habe ich an mehreren Tagen im schönen Südharz Landschaft fotografiert und auch meine Landschaftsausrüstung dabei:
Nikon D7000 mit verschiedenen Zoomobjektiven : Tokina 12-24, Sigma 17-70, Nikkor 2.8/80-200, Makroobjektiv, Festbrennweiten Nikkor 2.8/24 teilweise 2.8/20
Stativ. Filter usw. Alles zusammen ein ordentlicher Fotorucksack, mit ebensolchem Gewicht, ihr kennt das ja.
Parallel, noch meine PEN mit einen kleinen und sehr preiswerten 14-42 Zoom für die Jackentasche, und für die Bilder so nebenbei, wenn ich keine Lust hatte, das Stativ aufzustellen und zum Vergleich.
Dann wieder Zuhause, habe ich die Bilder auf dem großen Monitor verglichen und konnte bei niedrigster Empfindlichkeit (200 ASA) absolut keinen Qualitätsvorteil für die schwere Spiegelrefelxausrüstung erkennen, im Gegenteil:
Die Farben gefielen mir bei der PEN meist deutlich besser, aber das ist ja keine Systemfrage, sondern Philisophie des Herstellers.
Der Bildstabilisator der PEN ist sehr effektiv, so das ich auch das ein oder andre Mal auf ein Stativ verzichten konnte (aus gestalterischer Sicht natürlich immer zu empfehlen)
Ich habe viele Bilder parallel mit der PEN und der D7000 aufgenommen und die Original- JPGs aus der Kamera, einem GDT- Kollegen zugeschickt mit der Bitte, herauszufinden mit welcher Kamera sie gemacht wurden, da er ja immer meint, seine 5D wäre in der Bildqualität überlegen:
Er konnte es nicht herausfinden!!! Jedenfalls nicht von der Bildqualität her, sondern nur aufgrund der Farbwiedergabe (Nikons übersättigtes, leicht undifferentiertes Grün vs. zurückhaltende differentierte Grünwiedergabe bei Olympus)
Er trägt sich inzwischen schwer mit dem Gedanken, sich eine OM-D zusätzlich zuzulegen.

Nach diesem direkten Vergleich bei Landschaftsaufnahmen, habe ich die PEN immer öfter parallel benutzt und fragte mich zusehends, warum ich eigentlich noch die schwere Spiegelreflexausrüstung schleppe?
Gut, das Potential in den RAW- Dateien war bei den Aufnahmen der Nikon D7000 deutlich größer, so konnte ich bei niedriger Empfindlichkeiten die Schattenpartien um bis zu 3 Blendenstufen hochreissen, ohne das Rauschen sichtbar wurde, das konnte ich mit den PEN- Dateien nur um 1 Stufe machen, bis alles im Rauschen versank. Die Nikon Dateien sind aber auch bekannt dafür, hier ein bensonders hohes Potential zu besitzen. (Eingangsdynamik) Der Hauptgrund für den Qualitätsunterschied der RAW- Daten ist natürlich der fast doppelt so große Sensor, der D7000.

Dann las ich immer wieder Berichte über eine Kamera, die es in der eben angesprochenen Eingangsdynamik und im Rauschverhalten mit jeder auf dem Markt befindlichen APS-C Kamera aufnehmen können sollte, trotz kleinerem Sensor, und nicht nur, weil in den JPG- Dateien eine besonders effektive Rauschunterdrückung zuschlägt (Die natürlich Feinstrucktruren beeinträchtigt), nein auch in den RAW- Dateien.
Ich las alle Testberichte über diese Kamera (Olympus OM-D E-M5), hatte sie auf der Photokina in der Hand und habe sie mir im letzen Dezember bestellt.
Sofort als die Kamera eintraf, fing ich an Vergleichsaufnahmen anzufertigen in RAW, auch 3 Stufen Unterlichtung, so das ich gezwungen war die Schatten stark aufzureissen, An trüben Tagen und bei hohen Kontrasten, alles typische Landschaftssituationen.
Ich verglich: Auflösung, Farben, aber vor allem, da bei Landschaftsaufahmen besonders wichtig: Eingangsdynamik und Rauschverhalten, alles mit den RAW- Daten entwickelt in Lightroom 4, also Olympus OM-D vs. Nikon D7000.
Falls sich die OM-D, nicht ebensogut verhält, wie die D7000, wollte ich sie zurückschicken, womit ich auch gerechnet habe, der Sensor der D7000 ist immerhin größer als der MFT- Sensor der OM-D.
Aber die Technik macht ja auch Fortschritte, besonders in der Sensortechnologie.

Erbebnis des Vergleichs:

Auflösung: Gewinner ist klar die OM-D, trotz gleicher Mpx- Zahl, liegt wohl an den besseren Objektiven, obwohl die Objektive an der Nikon deutlich teuerer und schwerer sind. Auffällig bei Gras. Das gleiche konnte ich auch schon im Vergleich der Spiegelrefexkameras Olympus E30 (FT-Sensor 12Mpix) vs Nikon D7000 (APS-C- Sensor 16Mpix) feststellen. Grund auch hier die überlegenheit der Zuikos, gegenüber den Nikkoren/Tamrons/Sigmas/Tokinas, besonders am Bildrand.

Farbwiedergabe: Deutlicher Sieger die OM-D, für meinen Empfinden, aber das fällt unter Geschmack.

Eingangsdynamik: Gleichstand, obwohl die einzelnen Pixel der D7000 größer sind.

Rauschen: Leichter Vorteil für die D7000. Wenn ich bei niedrigen Empfindlichkeiten fotografiere (200 bzw.100ISO) und die Schattenpartien nicht mehr als 1 Stufe aufhelle, ist selbst in der 100%- Ansicht, kein Unterschied erkennbar, ab 800 ISO schon, dann setzt sich die D7000 durch.
Wenn ich die unterbelichteten Bilder, selbst bei ISO 200 um 3 Blendenstufen aufhelle, ist die D7000, im Vortel, ist aber nur in der 100%- Ansicht zu erkennen. Aber die Zeichnung bei der OM-D bleibt erhalten. da die Auflösung ja besser ist als bei der D7000, hat man Potential zum Entrauschen, so das man nach der Bearbeitung (einfachen Entrauschen in Lightroom 4) fast auf Gleichstand kommt.

Lange Rede kurzer Sinn:
Die Bildqualität der Olympus OM-D, ist derjenigen der D7000 leicht überlegen, auch bei kritischen Landschaftsaufnahmen und das trotz kleinerem Sensor!
Hoch lebe der technische Fortschritt!

Bevor ich mir die OM-D kaufte, habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir eine Nikon D800 für Landschaftsaufnahmen zuzulegen, las dann aber Berichte, das sie ihr Potential nur ausschöpfen kann, wenn man neu gerechnete Festbrennweiten bei mittleren Blenden nutzt und per Live- View scharf stellt, da der Phasenautofocus prinzipbedingt nicht so genau sein kann und dadurch Auflösung verloren geht.
Neue teure Festbrennweiten? Also noch mehr schleppen ?? Außerdem vergrößere ich meine Bilder nicht auf über 2 m, so dass der Auflösungsvorteil selbst mit neuen teuren Festbrennweiten, für mich völlig irrelevant wäre.

Nach den Bildqualitätsvergleichen habe ich die OM-D behalten und das System immer weiter ausgebaut, konnte mich aber nicht durchringen, meine "schöne" Nikon- Ausrüstung zu verkaufen, man kann ja nie wissen, evt finde ich ja noch einen Haken...
Was mich an der Spiegellosen OM-D so begeistert, ist nicht nur die tolle Bildqualität, sondern vor allem die Handhabung und die Summe ihrer weiteren Eigenschaften. Eingebauter Bildstabi, Klappdisplay, Elektonischer Sucher usw.
Vor allem macht mir das fotografieren mit dieser Kamera Spaß wie selten zuvor.

Die Monate gingen ins Land, die Nikons langweilten sich im Schrank und ich fotografierte mit zunehmender Begeisterung mit der OM-D.
Bis mich schließlich ein befreundeter GDT- Fotograf überredete den ganzen Kram doch zu verkaufen (Canon Fotograf)
Das eingenommene Geld, keine unerhebliche Summe, investierte ich gleich wieder in MFT/FT- Objektive, darunter auch einige schöne Festbrennweiten, die mir im Nikon- System zu schwer und zu teuer gewesen wären, oder die es auch gar nicht gibt. (0.95/25 Nokton mit Abbm 1:2) (50mm Kleinbild)

Systemfrage:
Bei spiegellosen Systemen fehlt, wie der Name schon sagt, der Rückschwingspiegel. Dieser lenkt das Licht in das Sucherprisma um, aber auch zum Phasen- AF- Modul. Das hat verschiedene Konsequenzen:

- Man hat kein optisches Sucherbild, sondern ein kleines Display im Sucher, welches sein Signal direkt vom Sensor bekommt
- Der AF muss auf der Sensorebene erfolgen, dieser Kontrastautofocus ist genauer und kennt keine Toleranzen, kann aber die Richtung nicht erkennen (Nachteil bei der Bewegungsverfolgung im kontinuierlichen AF- Modus) Sony hat aber schon einen neuen Sensor entwickelt, der den Phasen- AF auf den Chip bringt, der soll auch in der neuen OM-D die für dieses Jahr erwartet wird sitzen.
- Ein optischer Sucher ist bei hellem Umgebungslicht immer noch klarer als selbst der sehr gute Sucher der OM-D, aber die Technik schreitet hier in Riesenschritten voran.
- Man kann im Sucher sämtliche Einstellungen sofort sehen (Belichtung, Weißabgleich)
- Wasserwage im Sucher einblendbar.
- Bei schlechtem Licht/im Dunkeln wirkt er elektronische Sucher, fast wie ein Nachtsichtgerät mit deutlich besser erkennbarem Bild.
- Man kann eine Sucherlupe hinzuschalten, eine sehr große Hilfe für die manuelle Scharfstellung. Dieser Focuspunkt ist auch völlig frei im Sucher verschiebbar.
- Man kann den elektronischen Sucher kontrastreicher gestalten und elektronische Fokushilfen einbauen, die die Schärfeebene besonders bei Makroaufnahmen deutlich besser erkennen lassen, als mit optischen Suchern.
- Dadurch, dass die Objektive dichter am Sensor sitzen können, wird die Kostruktion von WW- Objektiven deutlich einfacher (keine Retrofucus- Konstruktionen nötig) Das spart Gewicht und Kosten, bei sogar besserer Bildqualität, da Linsensysteme entfallen können.
- Durch den geringeren Abstand der Blende zum Sensor, können Objektive mit gleicher Lichtstärke im Durchmesser reduziert werden, was die Objektive kleiner, leichter und günstiger werden lässt, bei gleichen technischen Daten und gleicher Lichtstärke. Oder eben, bei ähnlichem Preis, qualitativ besser. (Macht euch das am Beispiel des Lichtverlustes beim Einsatz von Zwischenringen klar)
- Der Stromverbrauch durch den elektronischen Sucher steigt, man muss häufiger den Akku wechseln.
- Durch das kleine Auflagemaß sind Fremdobjektive sehr gut adaptierbar, sogar Platz für einen Abblendring bleibt noch bei den Novoflex-Adaptern! Man kann also alte Objektive weiterverwenden, natürlich ohne AF und Springblendenautomatik, macht aber beim elektronischen Sucher nichts, da die Sucherhelligkeit beim Abblenden automatisch nachgeregelt wird.
Meine fremdadaptierten Makroobjektive aus dem Nikon- System sind bei Makroaufnahmen, sogar komfortabler einzusetzen, als an meinen Nikons, der nachregelnden Sucherhelligkeit wegen, aber vor allem wegen der genialen Sucherlupe und des effektiven Bildstabilisators wegen, der auch funktioniert, wenn die Kamera das Objektiv nicht kennt (man gibt die Brennweite in der Kamera manuell ein)

Das sind so die Punkte die mir spontan eingefallen sind.

Es wird immer wieder über das Freistellungspotential des etwas kleineren FT- Sensors diskutiert, aus eigener Erfahrung möchte ich folgendes dazu sagen:

- Es gibt ja auch inzwischen lichtstärkere Objektive, für MFT, die das fast wieder ausgleichen: Z.B: die Noktone von Voigtländer mit Anfangsöffnungen von 0.95!
0.95/17.5; 0.95/25; 0,95/42.5 Brennweite mit 2 multiplizieren für den Vergleich mit KB.
keine Schreibfehler. Und herausragender optischer Eigenschaften, schärfer als alles was ich von Nikon je besaß. (0.95/25)

- Wenn man Fremdobjektive adaptiert, erhöht sich durch den Crop- Faktor von 2 beim MFT- System die effektive Brennweite, so das die Tiefenschärfe und das Freistellungspotential gleich bleibt.
(Also mein 2.8/90 Tamron zeigt an der OM-D die gleiche Schärfentiefe als am Vollformat oder am APS- C Sensor, da die effekt. Brennweite dann 180 mm beträgt.

- Durch den Wegfall des Spiegels, ist es wie oben erläutert, einfacher qualitativ hochwertige und lichtstarke Objektive zu vernünftigen Kosten zu produzieren. Fast alle meine MFT- Objektive fallen bei Offenblende nicht sichtbar ab, so das ich aus Qualitätsgründen gar nicht abblenden muss, was ich früher meist um eine Stufe tat, der Auflösung wegen.

Unter dem Srich ist die Möglichkeit der Freistellung für mich nicht schlechter, als mit meinem früheren System.

Fazit:
Für mich gehören den Spiegellosen Systemen die Zukunft, die Vorteile sind einfach zu groß und die Nachteile (Sucherauflösung; Bewegeungsverfolgung beim AF) werden in naher Zukunft der Vergangenheit angehören. Schon jetzt bevorzuge ich den Sucher der OM-D gegenüber jedem optischen Sucher.

- Die OM-D hat einen eingebauten sehr effektiven Bildstabilisator, der sogar mit fremdadaptiertzen Objektiven noch effektiv arbeitet.

- Diese Spiegellosen Kameras sind kleiner und leichter und vor allem die Objektive sind deutlich kleiner und günstiger, als bei Spiegelreflexsystemen mit gleicher Sensorgröße.

- im MFT/FT- System sind ca. 90 Objektive erhältlich wenn man die Olympus FT- Objektive hinzurechnet, eben so viel wie bei Nikon oder Canon und Fremdobjektive sind adaptierbar und fast uneingeschränkt nutzbar, wenn man nicht den AF benötigt.

- Ich sehe es als einen weiteren großen Vorteil an, das es sich beim MFT- System um ein offenes System handelt, Spezifikationen werden offen gelegt, jeder kann mitmischen. Und es gibt zwei große unabhängige Hersteller, die dieses System unterstützen: Olympus und Panasonic, die untereinander voll kopatibel sind, sogar die Blitzgeräte sind kompatibel. Außerdem ist es mit dem elektronischen Sucher und dem geringen Auflagemaß überhaupt kein Problem Fremdobjektive zu adaptieren, die sich neben dem elektronischen Sucher, auch der Sucherlupe wegen sehr komfortabel nutzen lassen, nur auf den AF muss man verzichten und eben mit dem Crop- Faktor von 2.
Diese Konkurrenz innerhalb des System von verschiedenen unabhängigen Herstellern beschleunigt die technische Entwicklung und senkt die Preise.

- In Japan wurden in 2012 schon mehr Spielellose verkauft, als Spiegelreflexkameras, davon hat das MFT- System (Olympus und Panasonic) einen Marktanteil von über 60%. Auch in Europa wachsen diese Systeme deutlich schneller als Spiegelreflexsysteme. Bei den Vorzügen für mich nicht verwunderlich.

Zum Schluß nach den ganzen Ausführungen noch die Frage, ob ich den Verkauf meiner bisherigen Ausrüstung auch einmal bereut habe?
Nicht eine Sekunde!! Je länger ich damit arbeite, um so überzeugter bin ich.

Aber 2 Dinge stören mich an der OM-D doch, damit kann ich aber leben:

- Sie hat nur ein Klappdisplay, es ist nicht frei drehbar, was bei Bodenaufnahmen im Hochformat von Nachteil ist. Aber sie besitzt ein hochauflösendes neuartiges OLED- Display, das lichtstark undkontrastreich ist, auch besonders bei schrägem Einblick. So dass ich in Verbindung mit der Focuslupe immer noch recht komfortabel arbeiten kann.
Das war mit dem viel schlechteren herkömmlichen Display meiner D7000 nicht möglich. Also bei Kauf auf OLED- Displays achten. Einziger Nachteil dieser neuartigen Displays: Sie sind noch deutlich teurer.

- Durch das doch recht kleine Gehäuse, gibt es nicht so viele Direkttasten, wie an einer größeren Spiegelreflex.
Es gibt, wenn man den optionalen Handgriff dazurechnet, aber 5 frei belegbare Tasten, reicht in der Regel. Die Handhabung verbessert sich mit dem optionalen Handgriff drastisch, der liegt besser in meiner Hand als derjenige der D7000. Bleiben noch als Nachteil die kleineren, nicht wirklich wurstfingerkompatiblen Tasten.
Diese beiden obigen Negativpunkte, weist die neue Panasonic GH3 nicht auf, sie hat ein deutlich größeres Gehäuse und ein frei drehbares Display, allerdings keinen, in das Gehäuse integrierten Bildstabi. Zu spiegellosen von Fuji und Sony kann ich in dieser Hinsicht nichts sagen.

Ursprünglich wollte ich ja Gewicht sparen und mit kleiner Ausrüstung unbeschwert meiner Kreativität freien Lauf lassen.
Aber mein Fotorucksack ist meist genauso schwer wie eh und je.
Grund: Ich nehme einfach viel mehr Objektive mit, vor allem hochwertige Festbrennweiten, mit einer Bildqualität, selbst bei Offenblende, an den Bildrändern, wie ich es früher niemals sah. Für die ganzen, dafür nötigen Objektive im Nikon System, hätte ich einen zusätzlichen Träger gebraucht, vom Preis für diese hochwertigen Festbrennweiten einmal ganz abgesehen.

Zur Bildqualtät:
Nun könnte man ja folgenden Einwand einbringen:
Wenn die Sensortechnologie immer besser wird, trifft das doch auch auf die größeren Formate zu, so das der Qualitätsabstand doch theoretisch erhalten bleiben müsste.
Jain: Stimmt begrenzt, da bei immer rauschärmer werdenden Sensoren mit immer größerem Dynamikumpfang, auch die Signalwege und Verabeitung in der Kamera, die Dynamik begrenzen, sieht man heute schon bei niedrigen Empfindlichkeiten, dort ist die Bildqualität praktisch gleich.
Aber vor allem weil es nicht mehr auffällt. Die kleineren Sensoren sind so gut geworden, das man erst einen Unterschied bei aktuell ab ca. 800 ISO sehen kann, (Bei der OM-D), bei praktischen Aufnahmen.
Und diese Grenze wird immer weiter noch oben verschoben, mit jeder neuen Chip- Generation, so das es nur bei immer höheren Empfindlichkeiten einen sichtbaren Unterschied geben wird.
Gut dann erhöhen die Hersteller die Anzahl der Pixel. (Beispiel D800)
Aber wofür benötigt man so viel Pixel??? Doch nur für Kunden die extrem große Ausdrucke anfertigen wollen, wer von uns benötigt das?
Außerdem sind dann richtig teure große und schwere Objektive nötig, die diese Auflösung liefern können. Und die müssen erst noch entwickelt werden.
Aktuell ist es doch so, das kein Zoomobjektiv in der Lage ist, eine Auflösung die eine D800 benötigt, auch nur annähernd zu liefern.
Die würden dann richtig groß und teuer werden. Wollen wir das?

Meiner Ansicht nach stehen wir vor einem ähnlichen Umbruch wie seinerzeit beim Wechsel von analog auf digital. Dafür sind die Vorteile der Spiegellosen einfach zu groß, die Nachtele werden durch den technischen Fortschritt langsam bedeutungslos.

Aber das Beste:
Es macht einfach viel mehr Spaß mit einem spiegellosen System zu arbeiten! :-)
Und ich bin immer wieder verblüfft, welche Bildqualität diese kleine Kamera mit ihren vergleichsweise zierlichen Objektiven liefert.
Das dürfte bei den Spiegellosen von Fuji und Sony nicht anders sein.
Nikon und Canon hingegen, hinken hoffnungslos hinterher, wohl mit Absicht, um ihre Spiegelreflexsysteme nicht zu gefährden. Wenn sich das man nicht noch rächen wird....

Ich hoffe es ist nicht zu langatmig geworden, ihr hättet ja auch vorher das Handtuch werden können ;-)

Interessanter Link:

http://blogs.ulrich-media.ch/2012/09/spiegelloser-vormarsch.html

LG Thorsten