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© Jörg Gerhards
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/175/876234/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/175/876234/image.jpg
..... hat der Bienenfresser die Beute noch halten können, wie man sehen kann hat er gerade noch ein
Bein der Hummel erwischt.
Das erste Mal habe ich diese tollen Insektenjäger auf der Mittelmeerinsel Malta gesehen und war von
ihrem Aussehen und ihren Rufen begeistert.

Auf Malta war ich in Sachen Vogelschutz unterwegs und musste mit ansehen wie diese tollen Vögel,
u.a., illegal bejagt wurden. Seitdem "verbindet" mich mit ihnen etwas besonderes und endlich habe ich mal die Zeit gefunden mich mit den in Deutschland brütenden Bienenfressern etwas intensiver zu
beschäftigen (nicht nur aus fotgrafischer Sicht).
Für diejenigen die es interessiert:

Natürlich werden die Bienenfresser hier nicht bejagt :-D aber trotzdem geht es ihnen auch nicht
wirklich gut. Nach Gesprächen mit verschiedenen Ornithologen wurde ich dahingehend aufgeklärt das
sie (nicht nur) unter akutem Nahrungsmangel leiden, so sehr das man sogar schon ein paar Totfunde hatte.
Aufgrund der langen schlechten, nassen und kalten Wetterperiode gibt es entsprechend
wenig Insekten wie Bienen, Hummeln etc.. Um so mehr müssen die Vögel in Bewegung bleiben um überhaupt genügend Nahrung zu finden und verbrauchen so natürlich auch viel mehr Energie als
gewöhnlich.
Darüber wie gross die Verluste bei der Aufzucht der Jungen sein wird kann im Moment nur spekuliert
werden allerdings wird hier leider kein besonders tolles Jahr erwartet.

Viele haben vielleicht nicht dieses Hintergrundwissen und vielleicht musste ich deswegen immer wieder
mit ansehen wie sehr den Bienenfressern doch nachgestellt wird, ich wollte es zuerst nicht wirklich
glauben. Leider vornehmlich von Fotografenkollegen welches dann leider auch schnell verallgemeinert
wird.

Es ist kein Einzelfall wenn ich darüber berichte wie sehr die Brutröhren immer wieder (täglich) "untersucht" werden. Es wird sogar unmittelbar hereingeschaut,
vielleicht will jemand so feststellen ob eine Röhre bewohnt ist!? Es werden auch "Stöcken", teilweise nur
10cm neben dem Einflugloch und dann auch noch sehr kurz und klein, installiert.
Hier besteht Verletzungsgefahr da die Röhren mit hoher Geschwindigkeit direkt angeflogen
werden.
Dann wird oft ein kleines Zelt max 4-5 Meter vor dem Loch positioniert, sorry, wenn man nicht gerade
eine 5D III o.ä. hat, die fast geräuschlos auslösen kann, ist hier ein "Dauerfeuer" eine absolute Störung.
Immer wieder mussten wir mit ansehen wie Bienenfresser kurz vorm einfliegen abgedreht haben.
In einem "besonderen" Fall haben wir es drauf ankommen lassen und wollten feststellen wie lange die
Nestlinge Aufgrund von Störungen nicht gefüttert werden konnten, sage u. schreibe 7h. Es wurde
immer wieder das Loch kontorolliert, dann im Campingstuhl unmittelbar daneben pausiert da es im
Zelt wohl zu warm wurde etc..
Ich hoffe man nimmt mir in diesem tollen Forum die kleine Geschichte nicht übel aber so, durch
"Fotografenkollegen" die einfach mit der Natur nicht wirklich viel am Hut haben, wird unser aller Ruf
ruiniert.

VG Jörg

Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2013-07-13
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 150.1 kB, 1200 x 800 Pixel.
Technik:
Canon EOS 5D Mark III, 800mm
1/4000 Sek., f/5.6, ISO 640
Belichtungsautomatik, Korrektur -1.0, Automatischer Weißabgleich
Ansichten: 20 durch Benutzer, 165 durch Gäste, 1200 im alten Zähler
Rubrik
Vögel:
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