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Schmarotzerraubmöwe ND
© Thorsten Stegmann
Schmarotzerraubmöwe ND
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Vier Raubmöwen-Arten kommen regelmäßig in Europa vor. Die Schmarotzerraubmöwe (Stercorarius parasiticus) ist die häufigste von ihnen und auch an unserer Nordseeküste und auf Helgoland im Herbst, besonders nach Weststürmen, regelmäßig zu sehen. Schmarotzerraubmöwen gibt es in zwei Farbvariationen: Eine helle und eine dunkle Morphe. Dieses ist die dunkle. Die helle ist von Kinn und Ohren am Hals hinab über Brust zum Bauch weißlich. 'Raub'möwen werden sie genannt, da sie häufig nicht selbst auf Beutefang gehen, sondern anderen Möwen deren gerade gefangene Beute 'rauben'. Sie sind sehr geschickte, schnelle und wendige Flieger und allen anderen Möwenarten in Flugakrobatik überlegen. Wird eine 'normale' Möwe von einer Raubmöwe verfolgt kommt es oft vor, dass sie als einzige Chance sieht, diese Attacke zu beenden, der Raubmöwe die Beute zu überlassen. Dabei kommt es auch oft vor, dass die Möwe ihre gerade herunter geschluckten Fische usw. wieder (Entschuldigung!...) 'auskotzt'. Die Schmarotzerraubmöwe hat etwa die Größe einer Sturmmöwe. Sie brüten einzeln und nicht wie andere Möwen in Kolonien auf dem Boden.

Dieses Foto entstand 1995 als Dia in Nord-Norwegen bei schlechtem Wetter. Dort gibt es riesige Kolonien von Dreizehenmöwen, an denen Schmarotzerraubmöwen regelmäßig auftauchen, um zu 'rauben' (neben Futter von anderen Möwen allerdings auch deren Eier und Jungen). Dreizehenmöwen sind in ihren Brutkolonien dabei aber auch nicht wehrlos. Zu Dutzenden attackieren sie ihrerseits die Raubmöwe. Genau aus diesem Grund gibt es Kolonien (auch bei anderen Tierarten)... 'Zusammen sind wir stark!'... Eine Einzelmöwe hat keine Chance gegen eine Raubmöwe.

Als Diascan musste ich das Foto natürlich nachträglich ziemlich lange bearbeiten (auch mit dem 'Stempel'). Es diente aber nur einem einzigen Zweck: Das Ergebnis sollte möglichst genauso aussehen wie das Original-Dia. Der Stempel war zum Entfernen von Staub und Kratzer unumgänglich. Auch habe ich das Foto leicht entrauscht, aber nur soweit, dass es wie gesagt, wie das Dia aussieht. Ich habe danach sogar im Gefieder des Vogel Rauschen hinzugefügt!

Kein Beschnitt (daher in der Mitte), keine Bildinhalte verändert: Alles komplett ND. So sieht es aus das Dia, wenn ich es an die Leinwand projeziere ('so gut wie' natürlich...). Ich habe den Versuch: Dia zum Digitalfoto machen aufgegeben, es geht nicht und ich bin jetzt der Überzeugung es muss auch nicht! Eine 'digitalisierte Form' eines Dias (mit all seinen Schwächen) gefällt mir besser....

Ich will auf gar keinen Fall damit auf: 'Mehr Natur, weniger EBV und Technik/Gestaltung egal' hinaus. Es kann technisch nicht mit anderen Fotos mithalten (nicht mal ansatzweise). Wenn Ihr es werten möchtet, dann bitte gerecht und so wie es für Euren Geschmack ist! Ich hätte sie auch durch Schnitt aus der Mitte herausholen können, kein Problem. Wollte ich aber nicht, da es für meinen Geschmack hier nicht nötig ist.

Viele Grüße, Thorsten

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